Mit prominent besetzten Diskursen über Europa ging gestern die vierte Auflage der Veranstaltungsreihe „Mediengipfel am Arlberg – Auslandskorrespondenten diskutieren in Lech“ in Szene. Noch bis Samstag tauschen sich in der frisch verschneiten Gemeinde Lech Zürs führende internationale Medienvertreter zum Thema „Europäischer Traum – Europäisches Trauma“ aus.
Rund 60 Auslandskorrespondenten und Meinungsführer versammelten sich gestern Abend im *****Superior Hotel Aurelio in Lech zum Auftakt des diesjährigen Mediengipfels. Ist die europäische Währungsunion in Gefahr oder findet die EU künftig eine politische Stimme? Wie entwickelt sich der europäische Geist angesichts anhaltender wirtschaftlicher Erschütterungen? Diesen Themen widmete sich der mit Spannung erwartete Dialog zwischen dem deutschen Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger und Andreas Braun, dem intellektuellen Kopf der Swarovski Kristallwelten. Enzensberger, der von Braun launig als selbstständiger Anarchist vorgestellt wurde, bekannte eingangs, dass er Brüssel betrachtend zur Skepsis neige. Zweifellos habe die EU viel Positives gebracht, doch die permanenten Mechanismen der Vergrößerung, sowie die Tatsache, dass im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Volkswirtschaften zusammengespannt wurden, habe zu immer größeren Problemen geführt. Enzensberger riet dazu nicht alternativlos über die Zukunft Europas nachzudenken. Das Motto „Augen zu und durch“ bzw. nicht in Szenarien zu denken, käme einer Beleidigung der menschlichen Vernunft gleich. An der Überdehnung seien historisch betrachtet etliche Weltmächte zerbrochen, das Schrumpfen auf ein gesundes Maß müsse auch im europäischen Kontext ein Denkmodell sein. Enzensberger und Braun plädierten für ein Europa der Abschattungen, die dem real existierenden Europa der unterschiedlichen Regionen und Geschwindigkeiten entspräche. Enzensberger warnte mit Blick auf die Geschichte Europas vor den Gefahren einer eindimensionalen Harmonisierung des Kontinents. „Auch das Phänomen der ‚Blase‘ ist nichts Neues“, zeigte Enzensberger mit Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen Verwerfungen in Europa auf. Staatsbankrotte sind in der Geschichte immer wieder vorgekommen. Allerdings sei die Dimension der wirtschaftlichen Schieflage einzelner Volkswirtschaften in gesellschaftspolitischem Kontext höchst problematisch. Dadurch entstehe eine neue Spezies, eine Masse junger Menschen, die quasi „überflüssig“ ohne Jobperspektive seien.
Presseeinladung zur Vorab-Präsentation der Studie „Wie viel Bauchgefühl haben Tirols Unternehmer?“
Die Tiroler Sparkassen laden zur exklusiven Vorab-Präsentation der aktuellen Studie von Univ.-Prof. Kurt Matzler. Der renommierte Experte vom Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus ist im Vorfeld des 8. Wirtschaftsdialogs der Frage nachgegangen, ob und in welchem Ausmaß Tirols Unternehmer bei Entscheidungen auf ihren Bauch hören. Datum: 12.9.'11 Beginn: 18.00 Uhr Ort: Tiroler Sparkasse, Sparkassenplatz 1, 6. Stock, Innsbruck Info ANMELDUNG
Einladung zum Wirtschaftdialog der Tiroler Sparkassen
"Querdenker, Grenzgänger, Brückenbauer - Innovation durch Intuition". Zu diesem Thema laden die Tiroler Sparkassen alle Medienvertreter und Interessierte ein, beim Wirtschaftsdialog am 13. September dabei zu sein. Datum: 13.9.'11 Beginn: 17.00 Uhr Ort: Innsbruck, Congress Innsbruck, Saal Innsbruck Info ANMELDUNG
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